Biokurse der Q1 besuchen das BIOS-Schülerlabor

  
 
Die "polymerase-chain-reaction" - kurz "PCR" genannt ist DIE Standardmethode für Biologen, wenn es darum geht, Erkenntnisse rund um "die Gene" - also die Zusammensetzung der DNA - zu gewinnen. Selbst kleinste DNA-Spuren können mit ihr milliardenfach vervielfältigt und ausgewertet werden. Dank PCR kann z.B. die Polizei Verbrechern auf die Spur kommen (Stichwort "genetischer Fingerabdruck"), die PCR findet aber auch Anwendung, wenn es z.B. darum geht, Krankheitserreger zu identifizieren, Pflanzen zu züchten oder Lebensmittel auf Fehlzutaten zu untersuchen. 

Bei unserem Besuch im BIOS-Schülerlabor im Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig "ging´s um die Wurst": 
 
Enthält die "Putensalami" denn tatsächlich nur Pute? Wurden vielleicht andere Fleischsorten als angegeben verwendet? Wie kann man überprüfen, dass die Herstellerangaben tatsächlich stimmen? 
Die Schülerinnen und Schüler konnten in gemeinsamer Arbeit nachweisen, dass die untersuchten Wurstsorten tatsächlich aus den im Zutatenverzeichnis angegebenen Fleischarten (Rind, Schwein, Huhn, Pute) hergestellt wurden. Dazu musste die in der Wurst enthaltene DNA zuerst isoliert, dann mittels PCR vervielfältigt und anschließend in einer Gel-Elektrophorese aufgetrennt ("sortiert") werden. Somit lernten die Schülerinnen und Schüler diese wichtigen biologischen Labortechniken unter realen Bedingungen kennen, indem sie sie selbst durchführten, was immer besser ist, als nur darüber zu lesen. 
 
Holger Fricke